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Ombré Wall – Wandgestaltung mit Farbverlauf

Bilder, Vorhänge oder Designobjekte verleihen Räumen sehr viel Atmosphäre. Für alle, die es etwas reduzierter mögen, ist die Ombré Wall eine interessante Alternative, denn ein Farbverlauf an der Wand entwickelt eine beeindruckend dekorative Wirkung. Kein Wunder also, dass der Ombré-Wall-DIY-Trend so beliebt ist. Und: Die Ombré-Technik ist ganz leicht umzusetzen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Ombré-Look

Nicht nur in der Mode ist der Ombré-Look angesagt – immer häufiger spielt dieser besondere Effekt auch bei der Wandgestaltung eine Rolle. Dazu wird die Farbe nicht gleichmäßig auf der Wand verteilt, sondern verläuft z. B. von dunkel zu hell. Mit so einem Farbverlauf verwandeln Sie jede Zimmerwand in einen dekorativen Hingucker und bieten einzelnen Deko-Elementen eine wunderbare Bühne.

Farbauswahl und Mischung

Um direkt loszulegen, wählen Sie einfach einen Basisfarbton, der zum Raum und seiner Einrichtung passt. Warme Rottöne wirken besonderes gemütlich. Für einen modernen Look nutzen Sie z. B. Grautöne. Eine Ombré-Wall mit kräftigen Farben zieht die Aufmerksamkeit fast vollständig auf sich. Wenn Sie dagegen ein bestimmtes Möbelstück oder ein Bild in Szene setzen möchten, empfehlen wir die Wahl eines Pastelltons.

Aus dem gewählten Basisfarbton mischen Sie nun zwei jeweils hellere Varianten. Für die mittlere Helligkeitsstufe fügen Sie einem Teil Basisfarbton, z. B. drei Teile Weiß hinzu. Je dunkler die Basisfarbe und je größer der Helligkeitsunterschied, desto dramatischer die Wirkung. Oft reichen aber schon subtile Abstufungen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Hier noch einmal auf einen Blick, was Sie für Ihr DIY-Projekt benötigen:
• eine Basisfarbe (z. B. wie hier die Trendfarbe Macaron)
• weiße Wandfarbe (z. B. wie hier Polarweiss)
• leere Gefäße zum Anrühren der Farbe in unterschiedlichen Helligkeitsvarianten
• drei Farbwannen und -rollen, Rührstab
• Malerkrepp
• einen breiten Pinsel und etwas Wasser

Schritt für Schritt zur Ombré Wall

Von oben nach unten oder von unten nach oben – was die Richtung des Farbverlaufs angeht, haben Sie bei der Gestaltung freie Hand. In unserem Beispiel gestalten Steffi & Moni vom Kreativ-Studio Decorize den unteren Bereich der Wand dunkel. Dadurch erhöht sich der Raum optisch. Ist der obere Wandbereich dagegen dunkler, verleiht das dem Raum eine Extraportion Gemütlichkeit.

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Teilen Sie die Wand in drei gleich große Streifen und kleben Sie diese sorgfältig mit Malerkrepp ab.

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Füllen Sie einen Teil des Basisfarbtons sowie die beiden angemischten Helligkeitsstufen in jeweils eine Farbwanne.

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Streichen Sie das untere Drittel Ihrer Wand zunächst in der dunkelsten Variante des Basisfarbtons.

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Für den mittleren Streifen der Wand verwenden Sie die mittlere Helligkeitsstufe, also den aus Basisfarbe und Weiß gemischten Farbton.

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Ziehen Sie das Kreppband ab, nehmen Sie einen breiten Pinsel, etwas Wasser und eine Mischung aus Basisfarbton und mittelheller Variante und verblenden Sie die noch feuchte Farbe im Übergang zwischen den Streifen.

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Den oberen Bereich streichen Sie nun noch eine Stufe heller.

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Ziehen Sie das Kreppband ab.

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Nun verblenden Sie den Übergang von der mittleren zur hellsten Helligkeitsstufe. Benutzen Sie dazu wieder den breiten Pinsel mit etwas Wasser und eine Mischung aus mittlerer und hellster Farbvariante.

TIPP

Beim Abkleben der Streifen kommt es nicht auf exakt gerade Linien an. Manche DIY-Fans bevorzugen sogar organische Übergänge, die etwas natürlicher wirken und ihren ganz eigenen Charme haben.

Spaß beim Gestalten

Der Ombré-Wall-Trend bietet kreativen Menschen eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Probieren Sie doch mal einen Farbverlauf aus zwei harmonischen Farbtönen – damit lassen sich sehr reizvolle Effekte erzielen. Bei der Auswahl der passenden Farben hilft Ihnen bestimmt unsere Entscheidungshilfe.