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Farbe und Fashion

Knallige Kontraste oder harmonische Herbstfarben – welche Töne lassen sich kombinieren und wie wirken sie zusammen? Wir haben einige Tipps aus der Welt der Mode für Sie zusammengestellt und verraten Ihnen natürlich auch, wie dieses Wissen Ihnen bei der Gestaltung der eigenen vier Wände hilft.

Ihr Outfit spricht für sich

Mode ist immer ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Kombinieren Sie beispielsweise kräftige Farben miteinander, versprühen Sie Lebendigkeit. Eleganz und Ruhe strahlen Sie dagegen aus, wenn Sie in Ihrem Outfit gedeckte Töne vereinen.

Das Wissen von der Wirkung der Farben ist universell einsetzbar. Dadurch lassen sich die Prinzipien der Mode auf die Gestaltung Ihres Zuhauses übertragen.

Harmonisch kombinieren

Harmonie erzeugen Sie, indem Sie Farbtöne einer Farbfamilie miteinander kombinieren. Doch wie findet man die? 

Wir alle kennen ihn aus der Schule: den Farbkreis. Beim Zusammenstellen eines Outfits kann er sich als sehr nützlich erweisen. Im Prinzip besteht der Farbkreis aus den drei Grundfarben Blau, Gelb und Rot. Aus diesen lassen sich die Sekundärfarben Grün, Violett und Orange mischen. Mischt man diese wiederum mit je einer Grundfarbe, entstehen Töne wie Blaugrün, Orangerot oder Hellgrün. 

Farben, die im Farbkreis direkt nebeneinander liegen, gehören zu einer Farbfamilie und lassen sich darum sehr gut miteinander kombinieren.

Kontraste sorgen für Spannung

Harmonie hin oder her – erst Kontraste machen Outfits zu echten Hinguckern! Es gibt verschiedene Arten von Kontrasten. Beim sogenannten Color-Blocking zum Beispiel werden reine, gesättigte Farben miteinander kombiniert, wodurch eine hohe Spannung entsteht. Die stärkste Kontrastwirkung erreichen Sie mit Farben, die sich im Farbkreis gegenüberstehen. Das sind die sogenannten Komplementärfarben. 

Aber auch der Hell-Dunkel-Kontrast ist eine beliebte Möglichkeit in der Modewelt, um Spannung im Outfit zu erzeugen. Die einfachste Umsetzung ist ein Schwarz-Weiß-Look. Besonders wirkungsvoll ist auch die Kombination von warmen und kalten Farbtönen oder die Kombination von leuchtenden, intensiven Farben mit Grau oder Erdtönen. Beide Kontraste verleihen auch Ihrer Einrichtung neue Energie.

Kontraste setzen können Sie übrigens auch, indem Sie zwei Farben unterschiedlich viel Fläche im Outfit einräumen. Ein lila Gürtel zum gelben Oberteil fällt sofort ins Auge. Ebenso erzeugt ein buntes Kissen auf dem grauen Sofa optisch für Spannung.

Die Jahreszeitentheorie

Im Fashionbereich werden Farben auch nach den Jahreszeiten unterteilt. Einfach gesagt empfinden wir Farben, die Gelb enthalten, als warm und Farben, die Blau enthalten, als kühl. Diese warmen und kalten Farben wechseln sich in der Natur im Verlauf der Jahreszeiten ab. 

Frühlingsfarben sind warm, eher zart und leuchtend, Herbstfarben dagegen erdig und warm. Sommerfarben zeichnen sich durch eine weiche Kühle aus, Winterfarben dagegen sind intensiver und haben meist einen blauen Unterton. Beim Kombinieren gilt: Die Farbtöne einer Jahreszeit harmonieren besonders gut miteinander.

Monochrome

Noch eine Möglichkeit, das Outfit zu stylen, ist der All-Over-Look. Dabei haben alle Teile denselben Grundton oder sogar dieselbe Farbe. Egal ob Signalfarben oder Pastelltöne – Monochrome funktioniert mit jeder Farbe und fast zu jedem Anlass. Das klassische Kostüm z. B. ist nichts anderes als ein monochromes Outfit mit einer aufeinander abgestimmten Kombination von Rock und Jacke.

Der All-Over-Look macht auch in Ihren vier Wänden Eindruck. Damit es nicht zu eintönig wird, setzen Sie dabei am besten auf unterschiedliche Materialen und Strukturen.

Make-up und Farbtypen

Bei der Wahl des richtigen Make-ups hilft es, den eigenen Farbtyp zu kennen. Bei hellhäutigen Frauen wird oft unterschieden, ob die Haut eher einen warmen, oliv- oder bronzefarbenen Unterton besitzt oder einen kühlen, bläulich-rosigen. 
Warme Farben, wie Orange, Kupfer oder Braun, harmonieren zum Beispiel nicht so gut mit dem kühlen Typ. Besser passen in diesem Fall zarte Blau, Grau- oder Rosétöne. Bei warmen Hauttypen lassen kühle Farben den Teint dagegen fahl erscheinen, warme Farben wie Gold- oder Bronzetöne verleihen dagegen ein gewisses Leuchten. Bei einem dunklen Teint machen sich zusätzlich schimmernde Akzente besonders gut.

Und was bedeutet das übertragen auf die Einrichtung? Achten Sie bei der Wahl von Wandfarbe und Wohntextilien darauf, was den Raum gut aussehen lässt! Einem kleinen dunklen Raum „stehen“ helle Farben vielleicht besser als kühle, dunkle Töne.

Und jetzt viel Spaß beim Zusammenstellen Ihres nächsten Outfits!