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Wabi-Sabi – ein Weg zum glücklichen Wohnen

Vielleicht hast Du den Begriff Wabi-Sabi im Zusammenhang mit Einrichtungsgestaltung schon mal gehört. Es handelt sich dabei allerdings um mehr als einen bestimmten Wohnstil. Eigentlich geht es um eine besondere Haltung den Dingen gegenüber. Gewisse Prinzipien von Wabi-Sabi kannst Du aber natürlich auch beim Einrichten Deines Zuhauses anwenden.

Wabi-Sabi – ein Weg zum glücklichen Wohnen

Was ist Wabi-Sabi?

Wabi-Sabi bezeichnet keinen Stil, sondern eher ein Gefühl. Dieses Gefühl ist ein Fundament des japanischen Ästhetik-Empfindens. Manche verstehen darunter eine Sehnsucht nach dem Einfachen und die Wertschätzung des Unvollkommenen. Das trifft es schon ziemlich gut. Der Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, deren Definition Dir bestimmt helfen zu verstehen, was sich dahinter verbirgt.

„Wabi“ bezeichnet eine Haltung, die das Schlichte schätzt und seine Schönheit erkennt. Schön ist das, was ist. Das kann ein Möbelstück oder ein Bild sein, aber auch eine Lichtstimmung oder ein Blatt am Waldboden. Es geht darum, wie Du einen bestimmten Augenblick wahrnimmst und ob Du mit dem, was Du hast, zufrieden bist. Hinter „Wabi“ steht also eine Einstellung, die man vielleicht mit „Genügsamkeit“ übersetzen könnte.

„Sabi“ wiederum meint die Schönheit, die durch das Altern entsteht – eine Eleganz, die erst nach und nach ans Licht kommt. Gebrauchsspuren oder Rost besitzen ihren ganz eigenen Reiz, denn sie symbolisieren den Verlauf der Zeit. Gegenstände mit Patina machen uns die Schönheit des Augenblicks bewusst.
 

Wabi-Sabi als Inspiration bei der Einrichtung

Oft folgen wir beim Gestalten der Wohnung oder des Hauses rationalen Überlegungen – und das ist nicht verkehrt. Doch wenn Du Wabi-Sabi-Prinzipien anwenden möchtest, dann geht es eher um emotionale Aspekte.

Schönheit ist ein Gefühl

Wabi-Sabi erinnert uns daran, dass Perfektion unmöglich und auch unnötig ist. Organische Materialien sind nie gleichmäßig und häufig unvollkommen, uneben, grob oder rissig. Genau das macht sie so schön und darum nutzen viele Menschen solche Materialien zur Einrichtung nach dem Wabi-Sabi-Prinzip. 

Und warum? Weil Schönheit nichts mit Makellosigkeit zu tun hat. Sie liegt vielmehr im Auge des Betrachters oder der Betrachterin. Was Du als schön empfindest, ist ein individuelles Gefühl. Ein bestimmtes Erbstück ist schön, weil es Dich an jemanden erinnert und die Erinnerung Dir ein Lächeln schenkt. Wenn Du Dich zu Hause mit Gegenständen, Möbeln und Dingen umgibst, die Dich glücklich machen, dann folgst Du dem Wabi-Sabi-Prinzip.
 

Es gibt noch weitere Ideen, die Du beim Einrichten ganz leicht umsetzen kannst:
• Hole aus dem, was Du besitzt, alles raus.
• Wenn Du etwas Neues anschaffst, kauf Dir hochwertige, langlebige Dinge.
• Behalte die Dinge, die Du wirklich benutzt, und trenne Dich vom Rest.
• Akzeptiere, dass Deine Einrichtung nie perfekt oder fertig ist.
• Sprich mit der Einrichtung möglichst viele Sinne an.
• Nutze Kontraste – platziere z. B. „alt“ neben „neu“ und „dezent“ neben „ungewöhnlich“.

Deine vier Wände sind nicht dazu da, um damit in den Sozialen Medien zu glänzen, sondern zum Wohnen und Wohlfühlen. Wenn Du ganz entspannt das Unperfekte annimmst und die Schönheit des Augenblicks erkennst, dann bist Du schon ganz nah dran an der Philosophie des japanischen Wabi-Sabi. Nimm Dir etwas Zeit, um Dein Zuhause so zu gestalten, dass es Dich glücklich macht. SCHÖNER WOHNEN-Farbe unterstützt Dich dabei!

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