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Home-Office Tipps von Eva Brenner

Wer von zu Hause arbeitet, wird schnell feststellen: Neben einem geregelten Tagesablauf ist ein fester Arbeitsplatz superhilfreich. Egal, ob es sich um einen separaten Raum handelt oder eine abgetrennte Ecke im Wohnzimmer – die richtige Gestaltung wirkt sich auf Konzentration, Produktivität und Gesundheit aus. Das weiß auch Interieur Designerin und Fernsehmoderatorin Eva Brenner. In dieser Colour Story erfährst du, welche Tipps sie uns in einem exklusiven Interview verraten hat.

Eine Frage der Balance

Wer zu Hause arbeitet, muss die richtige Balance zwischen „Work“ und „Life“ finden. „Ein separater Arbeitsplatz zu Hause macht den Unterschied“, sagt Eva Brenner. Warum? Wenn alle Dinge, die man zum Arbeiten benötigt, einen festen Platz haben und nicht im gesamten Wohnbereich verteilt sind, gelingt der Übergang von Arbeit zu Freizeit und umgekehrt viel leichter. „Wenn die Arbeit am Arbeitsplatz bleibt und nicht offen rumliegt kannst du dich besser entspannen, wenn du nicht arbeitest. Es ist eine Frage des Gleichgewichts“, so Eva Brenner.

Das Sitzen

Eva Brenner spricht aus eigener Erfahrung: „Eine vernünftige Körperhaltung ist alles. Ich kann abends mit dem Notebook auf dem Sofa liegen und mir eine Serie anschauen. Aber mehrere Stunden im Liegen arbeiten, das ist ungesund und auf Dauer auch nicht produktiv.“ Ohne Schreibtisch und Stuhl geht es also nicht. Dabei darf die Tischfläche nicht zu knapp bemessen sein. Dazu Eva Brenner: „Der ideale Abstand zum Computerbildschirm liegt zwischen 50 und 80 Zentimetern.“ Eventuell ist ein Schreibtisch mit ausziehbarer Platte eine gute Lösung. Ist das Tagespensum geschafft, verschwindet die Platte einfach wieder. Am besten sind Schreibtischhöhe und Stuhl auf die individuelle Körpergröße abgestimmt. Eva Brenner kennt die Faustregel für bequemes Sitzen:

TIPP

„Wenn du auf dem Stuhl sitzt und deine Füße auf den Boden stellst, sollten die Achsen Oberschenkel-Knie-Unterschenkel einen Winkel von jeweils 90 Grad haben.“

Die Ordnung

„Meiner Erfahrung nach ist eine gewisse Grundordnung am Arbeitsplatz wichtig für die Konzentration – ich starte jeden Morgen an einem völlig aufgeräumten Schreibtisch. Ich habe mir die „clean desk policy“ angewöhnt und räume jeden Abend alles auf und weg. Das ist der perfekte Abschluss für den Arbeitstag und morgens habe ich viel Platz für neue Kreativität“, so die Interieur Designerin. Gerade wenn nur wenig Platz vorhanden ist, benötigst du Stauraum für Unterlagen, die aktuell nicht benötigt werden. Wenn am Arbeitsplatz selbst keine Schränke oder Regale stehen, dann ist ein durchdachtes Archivsystem extrem hilfreich. Dabei werden Dokumente abgeheftet und zum Beispiel auf den Dachboden oder in den Keller gebracht. Achte auf eine sinnvolle Beschriftung der Archivboxen, z. B. nach Datum, damit du bei Bedarf bestimmte Unterlagen schnell wiederfindest.

Die Wandfarbe

Es ist bekannt, dass Wandfarben sich auf die Stimmung auswirken. Nutze dieses Wissen bei der Gestaltung deines Arbeitsplatzes. Helles Blau beispielsweise erinnert an Himmel und Weite und wirkt beruhigend. Kräftigere Blautöne unterstützen die Konzentration. Warme Farben wie Rot und Orange wirken anregend und kurbeln die Kreativität an. Dunklere, erdige Farbtöne vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit – diese Töne passen also besser in Räume, in denen du nach getaner Arbeit entspannst. Weiß, Beige und Grau machen sich besonders auf großen Flächen gut. Diese neutralen Töne lenken nicht zu stark ab und lassen sich außerdem wunderbar mit Akzentfarben für mehr Vitalität kombinieren. Eva Brenner sieht das genauso: „Akzente mit kräftigen Farben können Energie in einen Raum bringen und motivierend wirken. Ich fühle mich durch meine Lieblingsfarbe immer wieder aufs Neue inspiriert!“

Die Beleuchtung

Helligkeit und Lichtfarbe sind entscheidende Faktoren bei der Einrichtung deines Arbeitsplatzes. Tageslicht tut uns gut, da es alle Farben des Lichtspektrums zu etwa gleichen Anteilen enthält. „Natürliches Licht am Arbeitsplatz ist am besten, aber oft nicht ausreichend“, erklärt die Expertin Eva Brenner. Ist die zusätzliche Arbeitsplatzbeleuchtung allerdings zu schwach, ist das anstrengend für die Augen und wirkt auf Dauer ermüdend. Ideal sind mehrere Lichtquellen, deren Helligkeit und Lichtfarbe du je nach Bedarf variieren kannst.

Funktion ist nicht alles

Ein separater Arbeitsplatz ermöglicht es dir, konzentriert zu arbeiten. Doch Eva Brenner ist der Meinung: „An einem Ort, der zu funktional eingerichtet ist, hält man sich nicht gerne auf. Der Arbeitsplatz zu Hause hat den Vorteil, dass sich Effizienz und Gemütlichkeit verbinden lassen.“ Ausgewählte Bilder heben die Stimmung. Grünpflanzen oder ein frischer Blumenstrauß wirken beruhigend und verbessern das Raumklima. Und schöne, hochwertige Büro-Accessoires sorgen nicht nur für eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Wenn du einen Stift gern in die Hand nimmst, hilft das auch der Motivation.

Die Interieur Designerin und Fernsehmoderatorin Eva Brenner ist sich sicher: 

TIPP

„Vielleicht sind einige Versuche nötig, um die richtige Balance zwischen Funktionalität und Gemütlichkeit zu finden. Auf jeden Fall lohnt es sich. Denn du wirst umso produktiver sein, je wohler du dich fühlst.“